13.11.2023

Über Bücherraub und Wiedergutmachung

28.11.2023 · Bibliothek der Arbeiterkammer Wien

Über Bücherraub und Wiedergutmachung

Die Nazis raubten ganze Buchbestände. Jetzt gibt die Friedrich-Ebert-Stiftung 17 wiedergefundene Bücher aus Bonn an die AK Bibliothek Wien zurück.

Die sozialwissenschaftliche Studienbibliothek der Arbeiterkammer Wien war in der Zwischenkriegszeit die europaweit bedeutendste Bibliothek ihrer Art. Nach der NS-Herrschaft waren von einst 140.000 Büchern nur noch etwa 35.000 auffindbar. Ein Großteil des Buchbestands war zerstört oder geraubt. Die in Bonn ansässige und global aktive Friedrich-Ebert-Stiftung untersucht in ihrer Bibliothek im Archiv der sozialen Demokratie seit Mitte 2020 systematisch ihre historischen Buchbestände auf ihre Herkunft und konnte 17 von den Nazis geraubte Bücher der AK Bibliothek zuordnen. Einige dieser Bände stammen beispielsweise aus der persönlichen Bibliothek von Viktor Adler. Im Anschluss an die feierliche Rückgabe der von den Nazis geraubten Bücher diskutieren Historiker:innen und Gewerkschafter:innen aus Deutschland und Österreich über die Erinnerungskultur im Umgang mit dem Nazi-Bücherraub seit 1945.

Am 28.11.2023
18 Uhr bis 21 Uhr
Bibliothek der Arbeiterkammer Wien

Prinz-Eugen-Straße 20-22
1040 Wien

Programm

18:00 Uhr
Begrüßung

Ludwig Dvořak
Arbeiterkammer Wien, Bereichsleiter Arbeitsrechtliche Beratung und Rechtsschutz

Reiner Hoffmann
Stellvertretender Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung, ehem. Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Vorstellung der beiden Bibliotheken

Ute Wödl / Florian Wenninger
Allgemeine historische Einordnung mit Überblick auf die aktuelle Restitutionsgeschichte

Christian Maiwald
Provenienzforschung im ‚Gründungsbestand‘ der Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung: Kurzvorstellung zu den Funden und der Identifikation als NS-Raubgut

Feierliche Übergabe der 17 Bücher

19:00 Uhr
Podiumsgespräch: Aufgaben der Erinnerungsarbeit in einer sich wandelnden Erinnerungskultur

Reiner Hoffmann
stv. Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung und ehem. Vorsitzender des DGB

Nadine Dimmel
Obfrau Gedenkdienst

Markus Stumpf
Leiter der NS-Provenienzforschung der Universitätsbibliothek der Universität Wien

Florian Wenninger
Leiter des Instituts für historische Sozialforschung

Moderation: Barbara Tóth

20 Uhr
Einladung zu „Brot & Wein“

21:00 Uhr
Ende der Veranstaltung

Zur Anmeldung (bis 27. November möglich)

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